Energiebedarfsausweis
Beim Ausstellen eines Bedarfsausweises, wird der Energiebedarf rechnerisch ermittelt, unabhängig vom Nutzerverhalten.
Dazu muss das Gebäude vor Ort beurteilt und im Anschluss energetisch berechnet werden.
Hierzu werden die vorhandene Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach etc.) und die aktuelle Anlagentechnik berücksichtigt.
Energieverbrauchsausweis
Der Verbrauchsausweis zeigt, wie viel Energie ein Gebäude tatsächlich verbraucht hat. Grundlage sind die Verbrauchsdaten aus den Heizkosten- bzw. Energieabrechnungen.
Bis 31. Dezember 2026: Berechnung auf Basis eines zusammenhängenden Zeitraums von 36 Monaten.
Ab 1. Januar 2027: Bei Wohngebäuden werden die Verbrauchsdaten der letzten zwei Jahre herangezogen, aufgeschlüsselt nach Energieträgern (z. B. Gas, Fernwärme, Strom).
Längere Leerstände werden rechnerisch ausgeglichen, damit sie das Ergebnis nicht verfälschen. Auch das örtliche Wetter fließt ein: Über den sogenannten Klimafaktor werden die Werte so bereinigt, dass ein besonders kalter oder milder Winter keinen Einfluss auf die Bewertung des Gebäudes hat.
Hinweis für Nichtwohngebäude: Hier ist bei Verkauf oder Vermietung ab 2027 grundsätzlich ein Bedarfsausweis erforderlich.